Sechs Technologien, die zukünftig oder sogar schon heute zu einer möglichst optimalen Netzauslastung beitragen und so dabei helfen, grünen Strom in die vorhandenen Netze zu integrieren.

Bund und Länder wollen ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien zukünftig besser miteinander abstimmen. Wie das genau funktionieren soll, ist aber noch unklar.

Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben, doch wie teuer wird es uns kommen, würden wir auf sie verzichten?

Der Erfolg der Energiewende hängt vom Mitmachen aller ab: Durch die Wahl des Stromanbieters, durch eigene Effizienzmaßnahmen oder durch die Veränderung des eigenen Verhaltens. Der vielleicht wichtigste Beitrag dabei ist die Wahrnehmung und Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven.

Die Stromnetze der Zukunft müssen intelligent sein, d. h. sie müssen wissen, was in ihnen vorgeht und sie müssen auf eine schwankende Stromeinspeisung reagieren können. Wie das funktionieren kann, zeigt das Projekt „Smart Country“.

Strom kann man nicht speichern – oder vielleicht doch? Mithilfe der Elektrolyse kann Ökostrom in Gas umgewandelt und so im großen Maßstab aufbewahrt werden.

Ausgabe 1 | 2012

Smart Eifel und anderswo

Ein Beitrag von Dr. Jürgen Grönner, Leiter Asset Management der RWE Deutschland

Strom aus erneuerbaren Energien und Netzstabilität miteinander in Einklang zu bringen, ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Verteilnetzbetreiber im Zuge der Energiewende gegenübersehen. Die Stromnetze der Zukunft müssen intelligent sein, d. h. sie müssen wissen, was in ihnen vorgeht und sie müssen auf eine schwankende Stromeinspeisung reagieren können. Wie das funktionieren kann, zeigt das Projekt „Smart Country“. Nach einem Jahr Praxistest in der Eifel kann eine positive Bilanz gezogen werden.

Was lange übersehen wurde, ist heute offensichtlich: Der Um- und Ausbau der Verteilnetze ist genauso wichtig wie der Um- und Ausbau der Übertragungsnetze. Laut bdew-Verteilnetzstudie von 2011 sind in den kommenden acht Jahren zwischen 10 und 13 Milliarden Euro Investitionen für den durch Wind- und Sonnenenergie bedingten Ausbau der Verteilnetze nötig. Wird das Leitszenario des Bundesumweltministeriums zugrunde gelegt, steigen die Ausgaben im gleichen Zeitraum sogar auf 21 bis 27 Milliarden Euro. Noch nicht hinzugerechnet sind hierbei z. B. Aufwendungen für die flächendeckende Installation von Smart Metern, den Aufbau der Infrastruktur für die Elektromobilität oder für den Anschluss von Mini-Blockheizkraftwerken.

Beim Ausbau der Verteilnetze zählen jedoch nicht nur zusätzliche Kilometer – in erster Linie müssen die Netze immer intelligenter bzw. „smarter“ werden. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) wird seit über einem Jahr erstmals ein solches smartes Stromnetz unter den realen Bedingungen des Stromnetzbetriebs getestet. Dort kommt neueste Informations- und Kommunikationstechnik zum Einsatz, die mit den energietechnischen Komponenten zu einem intelligenten Gesamtsystem verbunden wird. Die Ergebnisse des Tests sind äußerst positiv und werden Einfluss auf die künftige Netzplanung in ganz Deutschland haben. Und sie werden bereits im heutigen Netzum- und -ausbau der RWE Deutschland-Gruppe berücksichtigt. [...]