Sechs Technologien, die zukünftig oder sogar schon heute zu einer möglichst optimalen Netzauslastung beitragen und so dabei helfen, grünen Strom in die vorhandenen Netze zu integrieren.

Bund und Länder wollen ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien zukünftig besser miteinander abstimmen. Wie das genau funktionieren soll, ist aber noch unklar.

Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben, doch wie teuer wird es uns kommen, würden wir auf sie verzichten?

Der Erfolg der Energiewende hängt vom Mitmachen aller ab: Durch die Wahl des Stromanbieters, durch eigene Effizienzmaßnahmen oder durch die Veränderung des eigenen Verhaltens. Der vielleicht wichtigste Beitrag dabei ist die Wahrnehmung und Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven.

Die Stromnetze der Zukunft müssen intelligent sein, d. h. sie müssen wissen, was in ihnen vorgeht und sie müssen auf eine schwankende Stromeinspeisung reagieren können. Wie das funktionieren kann, zeigt das Projekt „Smart Country“.

Strom kann man nicht speichern – oder vielleicht doch? Mithilfe der Elektrolyse kann Ökostrom in Gas umgewandelt und so im großen Maßstab aufbewahrt werden.

Ausgabe 2 | 2012

Aus 17 mach 1: Von der Kunst, es allen recht zu machen

Die Energiewende findet in Deutschland zurzeit gleich 17 Mal statt. Neben den Zielen der Bundesregierung haben auch alle 16 Bundesländer ihre ganz eigenen energiepolitischen Ziele formuliert. Dabei wurden teilweise sehr ambitionierte Vorsätze gefasst, die nicht immer zusammenpassen. Das soll sich nun ändern. Bund und Länder wollen ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien zukünftig besser miteinander abstimmen. Wie das genau funktionieren soll, ist aber noch unklar.

Einen Paukenschlag gab es nicht beim Energiewende-Gipfeltreffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten Anfang November 2012. Zwar haben die Länderchefs die Bereitschaft signalisiert, ihre energiepolitischen Ziele mit denen des Bundes abzustimmen und gegebenenfalls sogar zu modifizieren, doch Antworten auf die Frage, welche Maßnahmen zur besseren Koordination der Energiewende nun konkret ergriffen werden sollen, blieben aus.

Warum sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie für den Ausbau der erneuerbaren Energien einigen müssen, ist klar. Momentan stolpert die Energiewende über ein Problem, das eigentlich gar keins sein sollte: Das Ziel der Bundesregierung, den Ökostrom-Anteil in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35% zu erhöhen, wird schneller erreicht als gedacht. Würden die Länder ihre energiepolitischen Ziele (siehe auch Seiten 24 ff) wie geplant umsetzen, würde das nationale 35-%-Ziel sogar deutlich getoppt. Schon heute decken die Erneuerbaren 25% der Stromerzeugung. Eine gute Nachricht, denn sie zeigt, wie groß das Potenzial der Erneuerbaren in Deutschland ist. Mengenmäßig ist es also kein Problem, die Kernkraft, die 2011 noch 18% der Stromerzeugung gedeckt hat, zu ersetzen. Im Gegenteil: Jüngste Zahlen zeigen, dass Deutschland im Jahr 2011 dank der erneuerbaren Energien auf den Import von fossilen Energieträgern im Wert von über 6 Milliarden Euro verzichten konnte! Die Herausforderung besteht nun vielmehr darin, die unterschiedlichen energiepolitischen Visionen und Potenziale zwischen Bund und Ländern sinnvoll so zu verzahnen, dass ein neues, stabiles und sicheres Energieversorgungssystem auf Basis der Erneuerbaren entstehen kann. Dazu muss man sich allerdings erst einmal einig darüber sein, wo in Zukunft eigentlich welche und wie viel erneuerbare Energie erzeugt werden soll. Und genau hier gibt es unterschiedlichste Vorstellungen zwischen den Ländern. [...]