Sechs Technologien, die zukünftig oder sogar schon heute zu einer möglichst optimalen Netzauslastung beitragen und so dabei helfen, grünen Strom in die vorhandenen Netze zu integrieren.

Bund und Länder wollen ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien zukünftig besser miteinander abstimmen. Wie das genau funktionieren soll, ist aber noch unklar.

Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben, doch wie teuer wird es uns kommen, würden wir auf sie verzichten?

Der Erfolg der Energiewende hängt vom Mitmachen aller ab: Durch die Wahl des Stromanbieters, durch eigene Effizienzmaßnahmen oder durch die Veränderung des eigenen Verhaltens. Der vielleicht wichtigste Beitrag dabei ist die Wahrnehmung und Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven.

Die Stromnetze der Zukunft müssen intelligent sein, d. h. sie müssen wissen, was in ihnen vorgeht und sie müssen auf eine schwankende Stromeinspeisung reagieren können. Wie das funktionieren kann, zeigt das Projekt „Smart Country“.

Strom kann man nicht speichern – oder vielleicht doch? Mithilfe der Elektrolyse kann Ökostrom in Gas umgewandelt und so im großen Maßstab aufbewahrt werden.

Ausgabe 2 | 2012

Der Preis, einer der Ersten zu sein

Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben, doch wie teuer wird es uns kommen, würden wir auf sie verzichten?

Wenn man Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutschland für die nächsten 120 Jahre das Verkehrswesen geplant hätte, so hätte man nachhaltig z. B. den Bedarf an Pferden, an Kutschen und an Futterstellen ins Auge gefasst. Man hätte sich nicht vorstellen können, dass Reisen anders wird. Vielleicht geht es vielen von uns auch heute so, wenn es um die Energieversorgung der Zukunft geht. Dabei dürfte jedem klar sein, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann!

Laut »Living Planet Report 2012«, einer alle zwei Jahre erscheinenden Studie des World Wildlife Fund (WWF) zum Gesundheitszustand unserer Erde, verbraucht die Menschheit derzeit 1,5-mal so viel natürliche Ressourcen, wie sich jährlich erneuern. Lebt die Menschheit weiter wie bisher, bräuchten wir bis 2030 zwei Planeten, um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Bis zum Jahr 2050, so die Autoren der Studie, würden wir gar drei Planeten benötigen. Maßeinheit des Reports ist der ökologische Fußabdruck – eine komplexe Messgröße für den Ressourcenverbrauch eines Landes, welche die gesamte biologisch produktive Fläche an Land und im Meer umfasst, die benötigt wird, um z. B. Lebensmittel herzustellen und unsere Energieversorgung zu gewährleisten. Unter den Ländern mit dem größten ökologischen Fußabdruck liegt Deutschland auf Platz 30, wobei ein Deutscher durchschnittlich das 2,5-Fache von dem verbraucht, was eigentlich vorhanden ist (ein US-Amerikaner durchschnittlich das 4-Fache). Es erstaunt dabei nicht, dass sich der ökologische Fußabdruck in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als verdoppelt hat, was vor allem den hohen CO2-Emissionen geschuldet ist – der Kohlenstoff-Fußabdruck hat als Einzelkomponente einen Anteil von 55%. In diesem Zusammenhang erschreckend: Je stärker entwickelt ein Land ist, desto größer ist sein Kohlenstoff-Fußabdruck. Sollte es nicht eigentlich so sein, dass die am stärksten entwickelten Länder trotz ihres hohen Energiebedarfes durch entsprechende Technologien für einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck sorgen? Die aktuelle Situation bei uns in Deutschland gibt Anlass zur Hoffnung! [...]